Magnetorheologische Flüssigkeiten - MRF

Wirkprinzip

  • Suspension von magnetisch polarisierbaren Partikeln in einer Trägerflüssigkeit
  • Kettenbildung im Magnetfeld durch Wechselwirkungen zwischen Dipolen
  • Reversible Versteifung in einigen Millisekunden

Anwendungen von Magnetorheologischen Flüssigkeiten

Magnetorheologische Flüssigkeiten (MRF) können neben vielen weiteren Anwendungen besonders für adaptive Dämpfer sowie für steuerbare Kupplungen und Bremsen genutzt werden.

Bei dem dargestellten MRF-Dämpfer wird die Dämpfungskraft über ein Magnetfeld stufenlos eingestellt, wobei sich die MRF entsprechend versteift. Der Dämpfer enthält darüber hinaus einen hybriden Magnetkreis mit Elektromagnet und Permanentmagnet, der ein besonderes Fail-Safe-Verhalten ermöglicht. Durch den Permanentmagneten wird ohne Zufuhr von elektrischer Energie eine mittlere Dämpfungskraft erzeugt, die mit dem Elektromagneten wahlweise erhöht oder verringert werden kann.

Mit der MRF-Kupplung wird ein Drehmoment über die MRF übertragen, wobei das maximale Moment durch die eingestellte Magnetfeldstärke begrenzt wird. Bei höherer Belastung rutscht die Kupplung einfach durch, ohne Verschleiß zu erzeugen. Damit lassen sich besondere Sicherheitsfunktionen erfüllen. Die gezeigte Kupplung im Prüfstand kann ein Drehmoment bis zu 50 Nm übertragen, doch lassen sich auch Kupplungen für höhere Momente realisieren.